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CCC rooms in österreich illegal??

 
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albert m.



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BeitragVerfasst am: 12.02.2007 16:52    Titel: CCC rooms in österreich illegal?? Antworten mit Zitat

hallo,

ich habe bei ISA gerade folgenden artikel gefunden!
ist demnach das spielen in den CCC rooms illegal oder gehören die
etwa zu Casinos Austria AG?
und gleich die 2 frage hinterher, wie ist das online pokern in österreich
geregelt, denn wir erwägen eine ferienwohnung in Kufstein?





Poker ist Glücksspiel

Nur die Casinos Austria AG darf Poker in Österreich anbieten

Manche Anbieter von Spielen vermitteln immer wieder den falschen Eindruck, es bestünden verschiedene Rechtsauffassungen zur Frage, ob Poker als Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes zu qualifizieren sei.

Tatsächlich ist nach der Bewertung durch die Judikatur Poker klar unter die Glücksspiele zu reihen: Wie der Verwaltungsgerichtshof in seinem Erkenntnis vom 8. September 2005 (2000/17/0201) ausführt, ist bei Poker der Spielausgang überwiegend vom Zufall abhängig. Insbesondere hielt das Höchstgericht fest, dass auch Bluffen „den Spielen nicht den Charakter als Glücksspiel nimmt“.

Mit dieser Entscheidung sollte klar gestellt sein, dass das Veranstalten und Organisieren von Pokerspielen durch diverse Betreiber nicht nur gegen das Glücksspielgesetz sondern auch gegen § 168 Strafgesetzbuch (illegales Glücksspiel) verstößt.

Die Casinos Austria AG ist als Inhaber aller zwölf Casinokonzessionen die einzige Gesellschaft, die zur Veranstaltung von kommerziellen Glücksspielen (Tischspiel und Automatenspiel) unter Einhaltung strengster ordnungspolitischer Auflagen und unter staatlicher Kontrolle in Österreich berechtigt ist. Casinos gibt es in Baden, Bad Gastein, Bregenz, Graz, Innsbruck, Kitzbühel, Kleinwalsertal, Linz, Salzburg, Seefeld, Velden und Wien.

Neben der Casinos Austria AG als Konzessionsnehmer darf es keine weiteren kommerziellen Anbieter von Poker in Österreich geben.
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gerlihard
Phil Hellmuth Wannabe


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BeitragVerfasst am: 12.02.2007 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Rechtssatz
Bei den vorliegenden Kartenspielen ("7 Card Stud Poker", "Texas
Hold'Em" und "5 Card Draw") nimmt der Umstand, dass allenfalls ein
Spieler durch Bluffen selbst bei schlechten Karten ein günstiges
Spielergebnis erreichen könnte (was man der Geschicklichkeit eines
Spielers zuschreiben könnte) und dass ein Spieler darüber hinaus
seine Entscheidungen nicht allein von den mathematischen
Wahrscheinlichkeiten, welches Blatt die Mitspieler angesichts der
bekannten (offen zugeteilten) Karten haben könnten, sondern auch
von deren Verhalten während des Spiels abhängig machen könnte, den
Spielen nicht den Charakter als Glücksspiel.


So lautet der Spruch des österreichischen Verwaltungsgerichtshof. Demnach ist Poker also ein Glücksspiel und darf nur von Casinos Austria angeboten werden. Die diversen Pokerrooms haben aber, so weit ich weiß, von den Gewerbebehörden eine Gewerbegenehmigung bekommen. Somit ist es ihnen doch möglich Poker anzubieten. --> Rechtliche Grauzone also. Denke, als Spieler kann es für einen nicht zum Problem werden. Probleme können wohl nur die Anbieter bekommen.

Zum Thema Online-Poker. Auch das dürfte, da es sich um Glücksspiel handelt illegal sein. Hier trifft es aber wohl den Spieler selbst wenn er sich an diesen Glücksspielen beteiligt. Die Teilnahme an ausländischen Glücksspielen von Österreich aus ist nicht erlaubt. Hierbei gibt es aber das Problem, dass dieses Gesetz wohl nicht exekutierbar ist. Wie sollen sie denn die österreichischen Pokerspieler im Internet ausfindig machen.
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albert m.



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BeitragVerfasst am: 12.02.2007 17:19    Titel: Antworten mit Zitat

gerlihard hat Folgendes geschrieben:

Die Teilnahme an ausländischen Glücksspielen von Österreich aus ist nicht erlaubt. Hierbei gibt es aber das Problem, dass dieses Gesetz wohl nicht exekutierbar ist. Wie sollen sie denn die österreichischen Pokerspieler im Internet ausfindig machen.


ich meine, das ist dann exakt die gleiche situation, wie wir sie in deutschland
haben, aber in bezug auf "ausfindig machen im internet" irgendwas würde
ihnen da sicher einfallen, siehe amerika.
aber es geht ja weniger ums ausfindig machen, sondern mehr ums
erschweren oder unmöglich machen internet pokerrooms zu besuchen!
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gerlihard
Phil Hellmuth Wannabe


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BeitragVerfasst am: 12.02.2007 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

albert m. hat Folgendes geschrieben:
gerlihard hat Folgendes geschrieben:

Die Teilnahme an ausländischen Glücksspielen von Österreich aus ist nicht erlaubt. Hierbei gibt es aber das Problem, dass dieses Gesetz wohl nicht exekutierbar ist. Wie sollen sie denn die österreichischen Pokerspieler im Internet ausfindig machen.


ich meine, das ist dann exakt die gleiche situation, wie wir sie in deutschland
haben, aber in bezug auf "ausfindig machen im internet" irgendwas würde
ihnen da sicher einfallen, siehe amerika.
aber es geht ja weniger ums ausfindig machen, sondern mehr ums
erschweren oder unmöglich machen internet pokerrooms zu besuchen!


Denke, dass in Europa wohl im Moment eher mal auf Abwarten gesetzt wird. Was bringt es da groß was zu unternehmen um das zu Unterbinden, wenn dann in einem Jahr (*hoff*) die EU möglicherweise sagt: "Los geht's. Das Glücksspiel wird liberalisiert!" Es scheint sich da etwas in die Richtung zu tun. Zeitungsartikel zu dem Thema häufen sich. Vielleicht passiert ja auch mal was. Immerhin sollte es freien Wettbewerb in der EU geben und da gehört auch die Glücksspielbranche dazu.
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Razer



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BeitragVerfasst am: 12.02.2007 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

gerlihard hat Folgendes geschrieben:
albert m. hat Folgendes geschrieben:
gerlihard hat Folgendes geschrieben:

Die Teilnahme an ausländischen Glücksspielen von Österreich aus ist nicht erlaubt. Hierbei gibt es aber das Problem, dass dieses Gesetz wohl nicht exekutierbar ist. Wie sollen sie denn die österreichischen Pokerspieler im Internet ausfindig machen.


ich meine, das ist dann exakt die gleiche situation, wie wir sie in deutschland
haben, aber in bezug auf "ausfindig machen im internet" irgendwas würde
ihnen da sicher einfallen, siehe amerika.
aber es geht ja weniger ums ausfindig machen, sondern mehr ums
erschweren oder unmöglich machen internet pokerrooms zu besuchen!


Denke, dass in Europa wohl im Moment eher mal auf Abwarten gesetzt wird. Was bringt es da groß was zu unternehmen um das zu Unterbinden, wenn dann in einem Jahr (*hoff*) die EU möglicherweise sagt: "Los geht's. Das Glücksspiel wird liberalisiert!" Es scheint sich da etwas in die Richtung zu tun. Zeitungsartikel zu dem Thema häufen sich. Vielleicht passiert ja auch mal was. Immerhin sollte es freien Wettbewerb in der EU geben und da gehört auch die Glücksspielbranche dazu.


zumindest was österreich betrifft, gib ich dem monopol keine 2 jahre mehr...ob das nun positiv oder negativ ist, sei dahingestellt -> besteuerung von gewinnen usw....
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gerlihard
Phil Hellmuth Wannabe


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BeitragVerfasst am: 12.02.2007 18:18    Titel: Antworten mit Zitat

Razer hat Folgendes geschrieben:
zumindest was österreich betrifft, gib ich dem monopol keine 2 jahre mehr...ob das nun positiv oder negativ ist, sei dahingestellt -> besteuerung von gewinnen usw....


Die Besteuerung hat mit dem Monopol nichts zu tun. Besteuert werden muss es wenn es sich um ein Geschicklichkeitsspiel handelt, was der Vwgh ja verneint hat. Bzw. muss es wohl auch versteuert werden wenn man den Großteil seiner Einkünfte aus dem Poker bezieht.
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albert m.



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BeitragVerfasst am: 12.02.2007 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

gerlihard hat Folgendes geschrieben:


Denke, dass in Europa wohl im Moment eher mal auf Abwarten gesetzt wird. Was bringt es da groß was zu unternehmen um das zu Unterbinden, wenn dann in einem Jahr (*hoff*) die EU möglicherweise sagt: "Los geht's. Das Glücksspiel wird liberalisiert!" Es scheint sich da etwas in die Richtung zu tun. Zeitungsartikel zu dem Thema häufen sich. Vielleicht passiert ja auch mal was. Immerhin sollte es freien Wettbewerb in der EU geben und da gehört auch die Glücksspielbranche dazu.


das ist richtig und zwar schon sehr bald, es betrifft zwar den sportwettbereich
spielt aber mittelbar in den glückspielbereich rein (auch von ISA zitiert:

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) wird sein bereits seit längerer Zeit erwartetes Urteil in den verbundenen Rechtssachen Placanica u. a. (Rs. C-338/04, C-359/04 und C-360/04) am Dienstag, den 6. März 2007, um 9:30 Uhr verkünden. Die betroffenen Anbieter und Vermittler sowie viele Gerichte und Behörden erwarten sich von dieser Entscheidung eine weitere Klärung der Rechtslage beim binnengrenzüberschreitenden Angebot von Sportwetten.
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Razer



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BeitragVerfasst am: 13.02.2007 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

gerlihard hat Folgendes geschrieben:
Razer hat Folgendes geschrieben:
zumindest was österreich betrifft, gib ich dem monopol keine 2 jahre mehr...ob das nun positiv oder negativ ist, sei dahingestellt -> besteuerung von gewinnen usw....


Die Besteuerung hat mit dem Monopol nichts zu tun. Besteuert werden muss es wenn es sich um ein Geschicklichkeitsspiel handelt, was der Vwgh ja verneint hat. Bzw. muss es wohl auch versteuert werden wenn man den Großteil seiner Einkünfte aus dem Poker bezieht.


nana...du solltest eigentlich wissen, wie hoch die steuerrate bei glücksspiel ist.....oder zahlt ihr wiener keine Wink

nur weils der betreiber abführt und nicht der spieler bleibts steuer....

und mit der liberalisierung muss auch eine einheitliche steuerregelung kommen....
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SickAndRich
Hofnarr


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BeitragVerfasst am: 16.02.2007 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

Die Presse berichtete in ihrer Print-Ausgabe vom 15.2.2007, dass die Casinos Austria gegen sogenannte Poker-Clubs vorgehen wollen. Sie stützen sich auf ein Erkenntnis des VwGH, dass es sich bei Poker um ein Glücksspiel handelt, dessen Veranstaltung ohne entsprechende Konzession strafbar ist.

Auch das Finanzministerium stützt seine Auffassung, dass Poker ein Glücksspiel ist, das nur mit einer Konzession nach dem Glücksspielgesetz und nur in konzessionierten Spielbanken zulässig ist, auf dieses Erkenntnis des VwGH. Das ist deshalb interessant, weil der Finanzminister ein Spiel durch Verordnung als Glücksspiel einstufen kann.

Ein Glücksspiel nach dem Glücksspielgesetz ist ein Spiel, bei dem Gewinn und Verlust ausschließlich oder überwiegend vom Zufall abhängen. Ob ein Kartenspiel ein Glücksspiel ist, hängt davon ab, in welchem Ausmaß Erfolg und Mißerfolg von den Karten einerseits und von spezifischen Fähigkeiten des Spielers andererseits abhängen. Schnapsen, Tarot und Bridge gelten aufgrund dessen nicht als Glücksspiele.

Der VwGH meint, dass hingegen die Pokervarianten “7 Card Stud Poker“, “Texas Hold’Em” und “5 Card Draw” Glücksspiele sind. Zu anderen Pokervarianten trifft er in seinem Erkenntnis keine Aussagen. Diese Pokervarianten seien angesichts der kleinen Wahrscheinlichkeiten, eine bestimmte Kartenkombination zu erhalten, vorwiegend vom Zufall abhängig und damit Glücksspiele. Dass ein Spieler durch Bluffen ein besseres Ergebnis erzielen kann, spielt für den VwGH keine Rolle.

Für Rechteck steht die Einschätzung von Poker als Glücksspiel sicherlich auf Messers Schneide. Würde allein oder vorwiegend der Zufall über Sieg und Niederlage entscheiden, würde es zum Beispiel keine internationalen Turniere geben, bei denen sich immer wieder dieselben Spieler als die Besten durchsetzen. Für diese Spieler ist Poker ein Sport, vergleichbar mit Schispringen, wo es ja auch regelmäßig zu Windlotterien kommt.

Da die Casinos Austria damit drohen, sich bei einer Liberalisierung des Glücksspiels aus Österreich zurückzuziehen, darf davon ausgegangen werden, dass hinter den Kulissen noch fleissig weiter gepokert wird
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