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Ein erster sehr persoenlicher Las Vegas Reisebericht

 
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vodoo



Anmeldedatum: 27.02.2006
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BeitragVerfasst am: 28.06.2007 15:42    Titel: Ein erster sehr persoenlicher Las Vegas Reisebericht Antworten mit Zitat

Es gibt Tage, die sind deutlich laenger als 24 Stunden. Und dabei meine ich jetzt nicht nur gefuehlte Zeit, nein so auch ganz konkret anhand der Stunden liegen zwischen Aufstehen und ins Bettchengehen, hin und wieder, aus ausgergewöhnlich lange Momente und Begebenheiten.


Nachdem ich bereits um 4 Uhr und damit dann doch 3 Stunden zu frueh am Flughafen Tegel mich eingefunden hatte, weil man bei der Codor Hotline strikt darauf bestand, ich muesse aus Sicherheitsgruenden bei Fluegen in die USA 3 Stunden vor Ablug mich am Checkin einfinden, waehrend man diesen dort in Tegel erst 1 Stunde vor Abflug aber ueberhaupt erst eroeffnet, und man mir etwas bedauernd, bzw. empoert mitteilte, das mit den 3 Stunden vorher sei nunmal gar nicht zu machen, hatte ich also Zeit, mir mal wieder Gedanken zu machen, zu meditieren, oder einfach nur mued auf dem Flughafen rumzusitzen. Checkin verlief dann ganz problemlos, in Franfurt lief ich ganz zielstrebig zum Anschlusscheckin, dort gab es ein bisschen Schlangestehen fuer Fluege in die USA, aber kein Problem, und ich hatte auch in der Wartehalle noch genug Zeit, erste Kontakte zu einem Franzosen aufzunehmen, der sich die wenige Wartezeit mit Multitabling und Pokerspielen auf seinem Laptop vertrieb, mal kurzerhand 65$ in 5 Minuten verzockte (hatte auch schlimmer sein koennen angesichts der Limits und der wie ich fand leichten Ueberforderung an ca 7 Tischen), und sich mir nach kurzer Vorstellungsrunde als Distributor einer mir bis daher unbekannten Onlineplattform vorstellte. (Mein Wiedersehen mit ihm, ist uebrigens gerade bei hochgepokert.tv zu sehen, wo er beim "Feueralarm, mich beim Filmen erkennend, gleich fuer ein Highlight sorgte). Der erste Kontakt war also gemacht, Poker zum Thema geworden. Davon kam ich nur im Flugzeug nochmals kurz ab, als ich mich ueber den erfolgreich netten Checkin in Tegel und meinen daraus resultierenden Platz direkt am Notausgang mit viel Beinfreiheit freuen konnte. Zudem war die Maschine nach Las Vegas ca nur zu 70% ausgelastet, der Platz neben mir blieb frei und 2 Plaetze hinter mir fand sich nicht nur der Franzose ein, der uebrigens laenger in Berlin wohnte und gerade in London wohl lebt, sondern direkt neben ihm sass mit Harald der Vorsitzende des Muechner Pokerclubs, sodass das Thema Poker recht schnell wieder das eine bzw. alte war. So wurden ausgiebig Informationen ausgetauscht, ich wurde mit Harrington on Holdem III gestackt, bzw. mir wurde es zur Lektuere ueberlassen, es gab Beafsteak zum Mittag und Kartoffelsalat zum Abend und da die Sonne nicht untergehen wollte, konnte man vom Flugzeug aus die Rocky Montains und die dahinter liegende Wueste in der Mittagshitze aus 10000 Metern Hoehe bestaunen. Staunen durfte ich auch, als wir ueber einige aufgestauste weitflaechige Seen hinweg, zum Landeanflug auf Las Vegas dahinglitten ueber die ungeheuere Weitlaufigkeit dieser Stadt in der Wueste.
Zuweilen etwas zwanghaft oder paranoid hatte ich mir durchaus immer mal wieder Sorgen darueber gemacht, ob wohl nun auch alles klappt. So ganz alleine zum ersten Mal in die USA unterwegs, die Adresse noch kurz morgens auf dem Tegeler Flughafen per Handy aus Las Vegas erfragt bzw. endlich herhalten, den Mietwagen bereits aus Berlin gebucht, die ueberaus ehrgeizig neugierigen Einreiseformulare im Flieger nicht so ganz meiner persoenlichen Ueberzeugung gemaess ausgefuellt und mir mit Harald bereits einen Notfallplan ausgearbeitet, wohlwissend, dass er nun gar nichts nuetzt, werde ich sogleich erst gar nicht ins Land gelassen war es nun endlich soweit: ich hatte us-amerikanischen Boden betreten, wenn auch noch nicht in das Land imigiert. Hiervor hat die US Regierung ein kleines Begruessungsritual sich ausgedacht, und nach recht uebersichtlichem aber nervoesem Anstellen, dem Abgeben meiner Einreiseerklaerungen bzw. eher Nichterklaerungen, der elektronischen Erfassung meiner Fingerabdrucke sowie meiner Frontalansicht, der Frage ob ich etwas zu essen bei hatte, die ich wahrheitgemaess mit einem "not really" beantwortete und einen fragenden Blick erntete, "meat" -"No, no meat", "Im for holiday", "Staying one week", "in Germany Im employeed" und dann war ich drin. Mein in Tegel noch extra in eine große Plastikfolie eingetüteter Rucksack fand sich tatsächlich auch an und dann ich da: Las Vegas, Stadt meiner zumindest zeitnahem TagTräume!

Nun also tasaechlich im Lande liess ich mich sogleich mit dem Shuttlebus zur Autovermietung fahren, und tatsaechlich, man fuehlte sich für meine Buchung zuständig, und nach allerlei Pass- und Führerscheinkopiererei stand ich in der Tiefgarage neben meinem nun 7 tägig neuen Auto. Durchaus nicht zu meiner Überraschung ein Automatikwagen, konnte ich mich über eine Caprioausfuehrung freuen, und auch wenn ich mir erst noch den elektronischen Mechanismus des Oeffnens zeigen lassen musste: ruckzuck war ich bereits unterwegs. Nach Anruf bei meinen Gastgebern in spe hatte man mir noch recht vage eine Wegbeschreibung zukommen lassen, die per SMS ergaenzt wurde, zum sicher ersten Mal in meinem Leben nicht nur in den USA, mit einem Caprio auf der Strasse musste ich an einer Ampel auch noch alsgleich aus meinem Rucksack die Sonnenmilch kramen, um zu verhindern, gleich bei der Anfahrt mir im Auto bereits einen heftigen Sonnenbrand zuzuziehen. Dank der beinahe stringenten Schachbrettarchitektur von Las Vegas war es daraufhin tatseachlich gar nicht so schwer, die durchgegebene Adresse sogleich auch zu finden. Etwas ausserhalb und doch recht zentral konnte ich ca 30 Minuten später, stolz ob meines Pfadfindererfolgs vor der gesuchten Villa vorfahren: ca starke 20 Stunden nach Verlassen meiner familiären Heimat in Berlin hatte ich nun mein Ziel erreicht. Angenehm überrascht und sehr freundlich empfangen, wartete dort nicht nur ein eigenes Diensthandy, sowie eine Art Presseausweis auf mich, auch ein grosszügiges eigenes Zimmer, Swimmingpool, Computer, Grossbild TV... sowie nicht zuletzt mit Emu und Alex 2 clevere und gewitzte Zeit- und Wohnungsgenossen in der www.hochgepokert.tv Villa. .Nach kurzem, innerlich noch leicht aufgewuehltem Auspacken konnte ich es mir natuerlich nicht nehmen lassen, alsbald mit den anderen in Rio, dem Austragungsort der WSOP zu fahren. Von Müdigkeit kaum eine Spur zogen wir also los, mit dem Cabrio durch Las Vegas, schnurstracks zum Rio, rauf auf den Parkplatz und rein ins Vergnügen. Tatsächlich hatte ich das Rio noch gar nicht betreten, als mir kurz davor am Eingang der viermalige Braceletgewinner Scotty Nguyen mehr der weniger direkt vor die Fuesse lief, bzw. sich mit einigen Groupies ablichten liess. Was also lag naeher, bereits jetzt die Tauglichkeit meiner mitgebrachten "Honary-Membership"-Bad Beat Berlin Mitgliedsformulare zu testen, und nach kurzer Überredung war es amtlich und auch gefilmt: die lebende Pokerlegende Scotty Nguyen ist das erste Ehrenmitglied von Bad Beat Berlin e.V.!!!

Desweiteren durfte ich mich mit den Örtlichkeiten vertraut machen, habe Zutritt zum Presseraum und den Freigetränken, sowie kann mich praktisch ungestört im Turnierraum bewegen. Eine Aufzählung all der Pokerheronen, die mir über den Weg gelaufen sind, bzw. mir erst noch live vor Augen geführt wurden, wuerde hier wahrlich den Rahmen sprengen. Insgesamt habe ich viele sehr freundliche, offenherzige und engagierte Pokerspieler erlebt, zog, videofilmend und hochgepokert.tv unterstuetzend durch die Tischreihen, und es war noch Ortszeit bereits 23 Uhr -also in Deutschland 8 Uhr morgens als wir uns auf den Heimweg machten, nicht ohne noch an einer Tankstelle und einem kleinen Supermarkt Halt zu machen, um fuer meine Mitbewohner noch eine Mitternachtsmalzeit zu organisieren und fuer mich ne Zahnpasta. Ich hatte mir -im inneren Zeitplan nun doch etwas verwirrt- bereits im Rio noch eine Pizza gegoennt und war doch froh, nun wieder "zu Hause" zu sein, selbstverstaendlich und gewohnheitsmässig nicht, ohne nochmals meine eMails zu checken um alsbald doch ins Bett gehen zu konnen.

Das alles geschrieben und nun erst nachgetragen, Morgens um 6:27 Uhr, wohlwissend, dass ich sicher sehr lange brauchen werde, um alleine die Erlebnisse von hier ausreichend in mir gewirkt haben zu lassen. Zudem: ein neuer Tag steht praktisch vor der Tür, die Sonne scheint bereits wieder auch an Tag 4, und also auf zu neuen Taten.

Soweit also ein erster Reisebericht, und ich hoffe, er regt u.a. dazu an, im naechsten Jahr eine gemeinsame Bad Beat Berlin e.V.-dioperdona.com meats WSOP in Las Vegas Vereinsreise zu unternehmen. Ich finde, es lohnt sich wirklich... Das Video zur Ehrenmitgliedschaft von Scotty Nguyen gibts auf unserer Homepage www.badbeatberlin.de

Grossartige weitere Berichte aus Las Vegas und von der WSOP wie immer unter www.hochgepokert.tv
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vodoo



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BeitragVerfasst am: 29.06.2007 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Wie man ganz aktuell auf hochgepokert.tv bzw. im Intelliblog davon sehen und hoeren kann, stehe ich nicht nur bei 2plus2 auf der "Fahnungsliste" bzw. im virtellen Kerker fuer ne Woche, sondern nun auch im Rio. Moechte man jenseits finannzieller eigener Interessen einfach nur Informationen sammeln, austauschen, sich Gedanken machen oder Bilder generieren so gibt es immer wieder die Grenze der finanziellen Interessen der anderen, die glauben, sie muessten ihren Bereich frei halten von Angeboten der "Konkurrenz" oder sie muessten sich ein Monopol schaffen. Nun ist der vodoo aber nunmal gegen Monopole fast jeder Art, -immer radikal aber niemals konsequent- versuche ich meine Sichtweise zur Diskussion zu stellen, und ob es nun ein link zuviel oder Bilder aus dem Rio sind: Information besteht aus Unterschieden, die Unterschiede machen (Polarisieren ist wesentlich besser als im Chor singen), zumal geht es hier um ein Angebot, und um aufzuzeigen wie ich denke, moechte ich zuweilen eben auch die eigenen Projekte und Ideen drumherum erwaehnen duerfen.

Wahrlich wuerdig, und wie ich es so gut sicher nie werde koennen, hat Marcel im entsprechenden Interview gerade erklaert, warum gerade auch die Sportphysiotherapie beim Pokern so wichtig ist!
Psychologie und Psychologie, Leib und Seele, ganzheitlich in fast jeder Art ist das Poker geradezu auch therapeutisch zu nutzen, bzw. es schadet nunmal meiner Meinung nach nicht, weiss man etwas besser "gabnzheitlich" ueber sich und andere Bescheid. Die Karten sind zwar sehr wichtig. Alles jedoch sind sie keineswegs.

Schaut mal rein bei www.hochgepokert.tv, es lohnt sich. Die Jungs reissen sich hier wirklich den Bobbes auf, damit die wie ich finde wirklich hervorragenden und jeden Tag wieder brandaktuellen Infos zur Verfuegung stehen...
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gistroy



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BeitragVerfasst am: 29.06.2007 21:59    Titel: Antworten mit Zitat

Mitlerweile doch a bisal viel hochgepokert werbung, alles gut und schon aber irgendwann reichts.
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bla
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BeitragVerfasst am: 30.06.2007 10:12    Titel: Antworten mit Zitat

Muss aber auch bestätigen, dass die Coverage ganz übersichtlich und zum Teil auch sehr lustig gebracht wird. Ben und sein Team machen ihren Job schon recht gut.
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vodoo



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BeitragVerfasst am: 30.06.2007 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

bla hat Folgendes geschrieben:
Muss aber auch bestätigen, dass die Coverage ganz übersichtlich und zum Teil auch sehr lustig gebracht wird. Ben und sein Team machen ihren Job schon recht gut.


Recht gut?

Schau an, das groesste Lob, zu dem ein Berliner eigentlich faehig ist ja bekanntlich "da kann man nicht meckern". Da ist dies ja vergleichsweise schon eine ueberzogene Hymne. Shocked

Erstaunlich...
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Dealt the loosing hand
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Mishkin



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BeitragVerfasst am: 30.06.2007 15:48    Titel: Antworten mit Zitat

@gistroy: Das ist doch etwas überempfindlich, oder? Er will uns ja nix verkaufen, und die Infos passen genau zum Subjekt dieser Seite, also finde ich das voll in Ordnung.

@vodoo: Bla ist ja auch Wiener und nicht Berliner! Wink

Also ich hau noch einen drauf: ist wirklich sehr gut gemacht und sehenswert.
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bla
Moderator


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BeitragVerfasst am: 30.06.2007 17:33    Titel: Antworten mit Zitat

stimmt, bin ja Wiener. Und da wir grundsätzlich Nörgler sind heißt "recht gut" eigentlich eh "super" Laughing

edit: Stefan/Vodoo: Stehts du jetzt eigenlich auf der schwarzen Liste beim Rio oder hast gar Casinoverbot bekommen?
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vodoo



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BeitragVerfasst am: 30.06.2007 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

bla hat Folgendes geschrieben:
stimmt, bin ja Wiener. Und da wir grundsätzlich Nörgler sind heißt "recht gut" eigentlich eh "super" Laughing

edit: Stefan/Vodoo: Stehts du jetzt eigenlich auf der schwarzen Liste beim Rio oder hast gar Casinoverbot bekommen?


Soo schlimm ists auch nicht, und ich wurde vom Schicksal fuerstlich noch entschaedigt gestern...

Dazu aber an anderer Stelle sicher mehr. Bin noch zu ueberwaeltigt...

Zum Rio...
Dort kenn ich mich ja nun inzwischen ganz gut aus, kenne die Seiteneingaenge oder Hintertueren... fuer jene Orte, wofuer ich sonst das Badge gebrauchen konnte nur mit Videodrehen ists halt jetzt schwierig. Im Kerker muss ich hier nicht sitzen. Das Presse Badge ist halt leider weg, aber ich komme bzw. gehe auch so einfach an die Tische und insofern ists nicht ganz so schlimm. Fuer meine potentielle Nachfolger kann sicher ein Neues besorgt werden, uund mit den Jungs lass ich mich nun vorsichthalber eher wenig zusammen blicken.

Ist ja bekannt, dass ich gerne einen eigenen Kopf habe, Regeln fuer mich oft auch eine Herausforderung darstellen, und ich "Macht" meist fuer ein Spielchen halte, wo man mit etwas subversivem Ideenreichtum mit den angeblich "Maechtigen" ein bisschen Schabernack kann auch treiben, gerade wenn die sich offensichtlich was drauf einbilden.

Das Buffet im Rio kann ich uebrigens schwer empfehlen, (nur) um meiner Linie treu zu bleiben, schreckliche und so uebertrieben deutliche Schleichwerbung immer und ueberall wie auch immer zu machen. Rolling Eyes
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Pitbull78



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BeitragVerfasst am: 05.07.2007 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

Was is los Voodoo? Nix mehr los in Vegas oder wurdest Du verhaftet...
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vodoo



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BeitragVerfasst am: 08.07.2007 07:04    Titel: Antworten mit Zitat

Mein persönliches Glückserlebnis WSOP: im VIP-Raum mit Doyle Brunson!

Wie kann ich beschreiben, solch eine Woche voller grandioser Erlebnisse, emotionaler Highlights, voller persönlicher Begegnungen und praktisch ohne Schlaf?



Nach einer letztendlich doch recht unkomplizierten Anreise, einem sehr freundlichen Empfang in der hochgepokert.tv-Villa, samt bereitliegendem Pressebadget ging es praktisch sofort los, und wie in einem Sog fühlte ich mich immer tiefer und weiter hineingezogen, nicht nur in die Welt der hochgepokert.tv-Berichterstattung, sondern auch in jene von Las Vegas, der WSOP mit all seinen Facetten und Nischen. Tatsächlich viel gesehen von Sin City habe ich eigentlich nicht. Vor allem das Rio, mal das Wynn und Bellagio, einmal Downtown und den Stratosphere Tower, mal Einkaufen und ein paar Restaurants. Erlebt jedoch habe ich ungemein viel, und steht einem Las Vegas per se im Prinzip ja immer offen, so sind diese Sensationen nun sicherlich unwiederholbar und in mir eingebrannt, ein Vergessen unmöglich.



Vielleicht ist es am Besten, einfach nur ein paar kleine Schlaglichter herauszugreifen, nur einen besonderen Tag:



Es ist Freitag. Zeit hat für mich nun an Tag fünf in Las Vegas fast jede Bedeutung verloren, egal ob Tag oder Nacht, nach bereits 5 Stunden Schlaf bin ich wie immer als erster im Haus wach, es ist morgens um 6. Ich sortiere die Videos vom vergangenen Tag, schreibe ein paar Berichte, der Swimmingpool mit Morgensonne, dann Duschen, auf die Schnelle mal en passant den Kühlschrank geplündert, wieder am Rechner, Informationen gecheckt....



Fast wie ein Schlag entnehme ich - es ist schon recht spät- wahr, dass DOLYE BRUNSON im 7 Card Stud den 2. Tag hat erreicht. Hatte ich ihn noch beim 50000 HORSE bedauerlicherweise verpasst, und seitdem bereits diverse andere Ehrenmitglieder für Bad Beat Berlin e.V. geworben, so war gerade ER es, der mich längst noch in Berlin in meiner Wunschphantasie "Ehrenmitglieder" auf diesen Traum hatte gebracht. Selbst bereits geworbene Neu-Ehrenmitglieder, Legenden wie Chris "Jesus" Ferguson, Barry Greenstein, Phil Helmuth noch Daniel Negreanu konnten mich über dieses Fehlen wirklich hinwegbringen, ist es doch gerade auch für mich ganz persönlich Doyle Brunson, der mit entsprechenden Schicksalsschlägen in seinem Leben vor allem auch jenseits des Pokertisches das Thema "Bad Beat" so lebensnah hat erlebt und für mich gerade deswegen auch als Ikone hat Bedeutung gewonnen. Bad Beat Berlin hat diesen Namen nunmal auch deshalb, weil ich glaube, dass der Umgang mit Glück und Pech, Frustrationen und Schicksalsschlägen beim Poker geradezu vergleichsweise harmlos und entwicklungsförderlich kann werden betrieben, gibt es doch Situationen und Geschehnisse, da ist man von einem Augenblick auf den anderen quasi zeitlebens hilflos ausgeliefert, immer wieder wohl wird man damit zu tun haben, immer wieder neu Verlust, Trauer und Schmerz möglichst zu ertragen.

Extra hatte ich also entsprechend zwei spezielle Ehrenmitgliedsanträge vorbereitet und Doyle in unserem Pokerclub Bad Beat Berlin Ehrenmitglied: ein Traum, der mir schon beim Drandenken fast Freudentränen in die Augen treibt und trieb.



Noch 45 Minuten bis zum Beginn von Tag 2, ich also geradezu noch tiefer parallelisiert nichts wie los unter die Dusche, packen, und dann alleine los, die Kollegen schlafen ihren verdienten Schlaf, kurz nach 12 im Rio angekommen, Doyles Tisch gesucht, endlich erfahre ich, dass das Turnier doch erst um 15 Uhr wieder startet. Hmmm, was nun?

Warum nicht gleich damit beginnen, die Videos zu drehen? Nervenaufreibend ist die Sache eh, so nach und nach merke ich bereits, wie ich Ängste entwickle, werde ich auch nur nach dem Weg gefragt, zucke ich zusammen - es könnte ein Aufpasser sein, der mich wieder bedroht, bzw. verwarnt. Selbige Furcht dann doch überwunden, der Schwenk im Pavillion nach links, eine Ordnungskraft läuft vorbei, puh, sie ist wohl nicht beauftragt, Schwarzfilmer daran zu hindern, doch dann, doch, ich werde geschnappt und ohne jeglicher Diskussion meiner Presseakkreditierung umgehend beraubt. Aus ists mit dem Filmen. Was tun also mit der restlichen Zeit, wenn nicht tief enttäuscht erstmal zurück in die Villa fahren, dann wieder los, nur um abermalig im Rio festzustellen, dass Doyles Event in den Pavillion verlegt ist, wo man ohne Teilnehmer zu sein und ohne Presseausweis -nunmal aufgrund der Gefahr der durch Zuschauer verursachten Raumerwärmung- nun urplötzlich nicht mehr darf rein. Ein Wachmann ist emsig bemüht, am Haupteingang alle streng zu kontrollieren, natürlich, der Nebeneingang ist frei, aber das Turnier hat längst wieder begonnen und ich finde tatsächlich Doyle Brunson, aber bereits mitten im Turnier. Immerhin kann ich hier mit meinem kleinen Fotoapparat untenstehendes Video drehen. Wiederum Warten und Hoffen bis zur nächsten Pause ist also angesagt, immer auch in der Sorge, Doyle könnte ausscheiden und sogleich verschwinden, ich muss den Raum wieder verlassen und pendle zwischen dem Final Table von Marcel Luske und dem E-Mobil von Doyle immer hin und her. Kurz vor der Pause finde ich wieder den Weg durch die Seite, Doyles Tisch jedoch ist aufgelöst, ich kann ihn nicht finden, tatsächlich auch sein Mobil steht nicht mehr an seinem Parkplatz, Doyle ist demnach ausgerechnet genau in dem Moment gebustet und rausgegangen, als ich mich auf dem Weg zum Seiteneingang rein zu ihm aufmachte??!



Bestätigt werde ich dadurch, dass ich sein Elektromobil vor dem VIP Raum wiederfinde, immerhin, hier kann es zwar dauern, aber entschwinden kann er mir so nicht. So warte ich also ca 1 Stunde, sehe das eine oder andere Ehrenmitglied den Raum betreten, Todd Brunson bestätigt mir, dass sein Vater wohl noch eine Weile im Raum...



Die Kollegen rufen an, bitten darum abgeholt zu werden. Der Tag ist endgültig emotional im Eimer. Völlig gefrustet halte ich es für besser, mich hier nützlich zu machen, statt noch länger auszuharren. Ich finde mich mit der Situation ab, TJ Cloutier immerhin begegnet mir auf dem Rückweg, ein kleiner Lichtblick, ein neues Ehrenmitglied. Dennoch verfahre ich mich innerhalb einer kurzen Strecke 3 mal, düse erst an der Villa vorbei, meine Nerven scheinen down... es ist zu spät, die Grenze überschritten ...



Zurück im Rio steht das Elektromobil von Doyle jedoch noch da, ein weiterer Lichtblick und fast meditativ nun verharre ich vor der Tür, Howard Lederer wird vorletztes Neuehrenmitglied, Sigi Stockinger muntert mich auf.



Zum wiederholten Mal öffnet sich die Tür. Es ist Doyle Brunson! Langsam zwar, doch voller Lebendigkeit, lebensfreudig und geradezu neugierig kommt er auf seinen Krücken mir entgegen, bewegt sich auf seinen Elektroscooter zu. Ich nicke ihm zu, längst die Ehrenmitgliedsurkunde in der Hand, ich denke, es sei besser Doyle würde sich erst setzen, ich hebe ihm den fallengelassenen Schlüssel seines Scooters auf, er nickt mir zu, ich beginne von Bad Beat Berlin zu erzählen, erwähne, dass ich lange auf ihn gewartet habe, welche große Ehre es für mich sei... doch sehr zu meinem Erstaunen entschuldigt sich Doyle?! Ungläubig folge ich seiner Aufforderung ihm zurück in den WSOP VIP-Raum zu folgen, wir nehmen Platz an einem Tisch in schweren dunklen Ledersesseln. Ganz in Ruhe hört sich Doyle mein Anliegen an, um leicht belustigt festzustellen, dass er mich verwechselt hat. Kurz zuvor hatte er sich offensichtlich verabredet und in der Meinung, diese Person in mir zu finden, mich nun zu ihm reingebeten. Äußert ruhig, konzentriert, zugewandt und interessiert hört er mein Anliegen an, erzählt mir von Verwandten in Deutschland und ganz selbstverständlich und geradezu geehrt nimmt er die Ehrenmitgliedschaft an. Meine zweite für ihn mitgebrachte Urkunde nimmt er dankbar entgegen, dann fragt mich nach meiner Adresse, um mir Material für unsere Mitglieder zuzusenden, zückt seine Brieftasche, um mir einen Stapel Doyles Room Visitenkarten zu übergeben. Meine Bitte, eine zu signieren, war für ihn eine Art Selbstverständlichkeit, darüber hinaus besann er sich, mir eine private Visitenkarte von sich mit Widmung und Autogramm zu beschreiben.



Meine fast als Verabschiedungs"rede" vorgetragene Bemerkung "I´m sure, you know what a bad beat is" lässt tatsächlich noch mehr Nähe zwischen uns entstehen - Doyle antwortet mit der Thematisierung einer sehr persönlichen Begebenheit, ich erzahle von meiner eigenen Erkrankung, der MS, den eigenen Schwierigkeiten beim Laufen, und dass ich bereits mit meinen 36 Jahren genau wisse, wie sich solch ein unausweichlicher Schicksalsschlag anfühlt. Eine kurze freundliche Stille -"das Leben ist manchmal nicht zu ändern" von Doyle. Mit einem Lächeln verweise ich auf mein Bad Beat Berlin T-Shirt und dem daraufgedruckten: "Money doesn't count", Doyle nickt, ich fühle mich tief verstanden. Ein gemeinsames Lächeln, fast wehmütig, irgendwo zu wissen, hier begegnen sich für einen Augenblick zwei Menschen, die ganz genau wissen, wir es sich anfühlt, das Gefühl und die Sehnsucht, dass einem selbst etwas sehr Wesentliches zeitlebens fehlt. Real Bad Beat. Darüber hinaus es gibt Dinge, die sind zu benennen nicht möglich.



Ich verabschiede mich tief bewegt, 5 Minuten im VIP-Raum der WSOP mit Doyle Brunson - in dem Augenblick ganz passend kommt Doyles eigentlicher Gast.



Nur glücklich, gerade diesem Menschen, dessen Geschichte mich schon immer genauso bewegt, wie sein Pokerspiel - ein Schicksal, zwischen Höhen und Tiefen, Bad Beats, die eigentlich nie wirklich sind zu ertragen. Trotz alledem ein solchen Ausmaß an Menschlichkeit, Anmutung und in sich ruhender Freundlichkeit, bestimmt nie werde ich diesen Moment vergessen.





Hatte dieser Tag auch mehr als mies begonnen. Mit diesem Fortgang jetzt schien es mir nun wie ein großes Glück. Mit Presse-Badget um den Hals hätte mich Doyle sicher nie verwechselt, ganz bestimmt hätte er auch so den Antrag unterschrieben, aber das Gespräch, die Minuten mit Doyle allein im VIP-Raum ich fürchte, es hätte sie nie gegeben.



Der Rest ist sicher vergleichsweise unwichtig für mich und entsprechend ist es sicher Zeit mich zu bedanken.



Bedanken möchte ich mich bei Ben, Alex und Emu vom hochgepokert.tv Team für diese wundervolle, lehrreiche Woche und die kreative Zusammenarbeit! Bedanken möchte ich mich für die freundliche Aufnahme des Teams Pokerolymp, für die Gespräche mit Toni, Andreas, Rino und vor allem bei Sigi Stockinger! Bedanken bei den anderen deutschsprachigen Spielern und dem Headsup mit Alex Jung bereits auf dem Rückflug! Bedanken möchte ich mich bei Rosi und Götz vom Pokerolymp-Redaktionsteam für die andauernde Unterstützung, ohne deren Geduld sicher vieles anderes gelaufen wäre! Bedanken möchte ich mich für jeden einzelnen Kommentator meiner Artikel: die Welt ist bunt und gerade die Vielfalt und Unterschiedlichkeit macht viel dazu aus!






Liebe Grüße



Euer stefan



http://www.youtube.com/watch?v=MwH5eBn56_g
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Sutti
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BeitragVerfasst am: 08.07.2007 12:11    Titel: Antworten mit Zitat

Super Bericht Steffan. Schade das wir uns hier nicht begegnet sind. ich glaube wir waren aber auch nur 2 Tage zur gleichen Zeit hier. Die Begegnung mit Doyle war sicher super schön für dich. Das freut mich!
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vodoo



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BeitragVerfasst am: 08.07.2007 14:44    Titel: Antworten mit Zitat

Sutti hat Folgendes geschrieben:
Super Bericht Steffan. Schade das wir uns hier nicht begegnet sind. ich glaube wir waren aber auch nur 2 Tage zur gleichen Zeit hier. Die Begegnung mit Doyle war sicher super schön für dich. Das freut mich!


Hi Sutti,

ja, ich war nur noch kurz am Sonntag mal bei Cort am Tisch (s. Video) und habe mich bei einigen verabschiedet. Ben hatte uns zum Stratosphere Tower und dann zu einem erstklassigen Steakhouse (was für ein Wein!) eingeladen. Und Montag ging es leider schon wieder heim. Hätte Cort gerne länger beobachtet, wobei es war auch so ein aufregendes Gefühl Sin City dann wieder zu verlassen und Cort am FT zu wissen.

Ich hoffe, bzw. bin recht sicher wir sehen uns irgendwann in Berlin oder sonstwo wieder Smile

Liebe Grüße

stefan
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